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MOSH MOAH - Wie kommt Mineralöl ins Lebensmittel
Für die Belastung von Lebensmitteln mit Mineralöl kommen, neben der umweltbedingten "Grundbelastung" durch Verbrennungsprozesse, verschiedene Quellen in Betracht1:
  Bereits während der Produktion können durch die Ernte, durch Pestizide, durch Schmier- und Hydrauliköle oder Abgase der Erntemaschinen, Generatoren oder Gabelstapler, Rückstände von Mineralöl aufs Lebensmittel gelangen. Ebenso kann die Behandlung des Erntegutes mit mineralölhaltigen Mitteln, z.B. mit Anti­schaum- und/oder Trennmitteln zu einer Belastung führen.
  Der Transport in mineralölbelasteten Transportboxen, imprägnierten Jute- und Sisalsäcken oder Umverpackungen aus Altpapier kann ebenfalls zu Mineralölbe­funden in Lebensmitteln führen. Abgase, ölende Maschinenteile oder Fette, die bei Wartungs- bzw. Reinigungsarbeiten eingesetzt werden, stellen eine weitere Kontaminationsquelle während des Transportes da.
  Schließlich stellt die Verpackung selbst eine Kon­taminationsquelle dar: Recyclingpapier (Altpapier) und Druckfarben können Mineralöle enthalten. Die Kontamination von Lebensmitteln durch Ver­packungsmaterial kann durch die Migration über den Dampfraum oder Direktkontakt erfolgen. Verschiedene Fak­toren wie die Lagertemperatur, Lagerzeit bzw. Kontaktzeit, Zusammensetzung des Lebensmittels und Aufbau der Verpackung beeinflussen die Migration von Mineralöl ins Lebensmittel.
Mineralöle sind heterogene Stoffgemische, aus einer Vielzahl von chemischen Verbindun­gen verschiedener Strukturen und Toxikologie. Die Toxikologie dieser Mineralöle ist daher von ihrer Zusammensetzung, der physikalischen Eigenschaften, dem Expositionsweg so­wie des Metabolismus im Körper abhängig. Für MOSH (Mineral Oil Saturated Hydrocar­bons) und MOAH (Mineral oil aromatic hydrocarbons) sind zurzeit auf europäischer und nationaler Ebene keine Grenzwerte im Lebensmittel gesetzlich festgeschrieben. Weitere Infos finden Sie hier:

Mehr zu Mineralöl
Aktuelle Grenzwerte in Lebensmittelverpackungen (Entwurf der 22. Verordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung vom 24.07.2014)
Analytik bei GALAB
Seit 2011 analysieren wir Mineralölrückstände in verschiedenen Produkten, z.B. Reis, Schokolade und Tee. Somit ist GALAB von Beginn an ein kompetenter Partner im Bereich Rückstandsanalytik.
Die Analyse erfolgt gemäß der BfR–Methode, die in Zusammenarbeit zwischen dem BfR und dem Kantonalen Labor Zürich für den Nachweis von Mineralölrückständen in Ver­packungsmaterialien aus Recyclingmaterialien erarbeitet wurde. Die Qualitätskontrolle hinsichtlich Mineralölrückständen ist innerhalb der gesamten Lebensmittelkette mittler­weile verbreitet. GALAB bietet die Analyse folgender Produkte auf Mineralölrückstände an:

  Lebensmittel (frische, getrocknete, fettige u.a.)
  Verpackungsmaterialien
(Faltschachtel, Karton, Papier, u.a.)
  Spezifische Migrationsprüfung
mit Lebensmittelsimulanzien
Aktuell ist GALAB Teilnehmer des BLL Roundtable zum Thema: "Minimierung der Mineralöl­migration". Thema ist hier die Analyse der Migration von MOSH und MOAH aus bzw. durch Transport- und Lagerbehälter, in Verpackungen, in Rohstoffen und Endprodukten der Le­bensmittelindustrie.

1Matissek, R. (2013) Mineralölbestandteile in Lebensmitteln