Unternehmen Lebensmittel Konsumgüter BioPharma Umwelt Forschung Meet & Learn
Lebensmittel
Home > Lebensmittel > Infocenter > Nachrichten > Neue Grenzwerte für DDAC und BAC
  1. Applikationen
  2. Info-Flyer
  3. Nachrichten
  4. Profile

Quartäre Ammoniumverbindungen
Neue Grenzwerte für DDAC und BAC
12.11.2014 | DDAC (Dicecyldimethylammoniumchlorid) und BAC (Benzalkoniumchlorid) sind oberflächenaktive Desinfektionsmittel und gehören chemisch zu den quartären Ammoni­um­verbindungen. Beide Stoffe werden als Biozide verwendet und können so zu Rück­ständen auf Lebensmitteln führen. In Milch und Milchpulver könnten diese durch die Desinfektion von Produktionsanlage in die Lebensmittel gelangt sein. Hohe Rückstände wurden zudem auf Zitrusfrüchten und großen tropischen Früchten wie Avocado, Banane und Mango gefunden. Das BfR vermutet eine gezielte Anwendung nach der Ernte.

Rechtlicher Hintergrund
Mit der Verordnung (EU) Nr. 1119/2014 werden Höchstgehalte für DDAC und BAC in Lebens- und Futtermitteln durch eine änderung des Anhang III der Verordnung (EG) 396/2005 festgelegt. Die ab 12. November 2014 geltende Verordnung legt spezifische Rückstandshöchstgehalte von je 0,1 mg/kg für alle Warenarten fest.

Der bestehende MRL der Leitlinien des StALuT (Ständiger Ausschuss für die Lebensmittel­sicherheit und Tiergesundheit) der EU von 0,5 mg/kg für Lebensmittel ist noch bis zum 11. August 2015 anzuwenden. Die neuen Rückstandshöchstgehalte gelten zunächst fünf Jahre und sollen zum 31. Dezember 2019 erneut überprüft werden.

Analytik
Die Analytik von DDAC und BAC bieten wir im Rahmen der Pestizide 500Plus®-Methode oder als Einzelmethode an.

Links
BfR - Stellungnahme DDAC

BfR - Stellungnahme BAC


zurück zur Nachrichten übersicht