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Lebensmittelrecht
Grenzwerte für Anthrachinon in Lebensmitteln
20.11.2014 | Der Antrag Anthrachinon als Vogel-Repellent in den Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln aufzunehmen, wurde aufgrund von Hinweisen einer schädlichen Wirkung auf die menschliche Gesundheit und fehlenden Daten zu Auswirkungen auf die Umwelt und Nicht-Zielorganismen bereits 2008 abgelehnt. In ihrem Gutachten zu Anthrachinon als Pflanzenschutzmittel konnte die EFSA 2012 eine kanzerogene Wirkung im Tierversuch zeigen und eine Gefährdung des Men­schen nicht ausschließen.

Für das Vorkommen von Anthrachinon in Lebensmittel galt bisher, unabhängig vom Ur­sprung, ein europäischer Rückstandshöchstgehalt von 0,01 mg je kg Lebensmittel. Mit der ab 18. Mai 2015 geltenden Verordnung (EU) Nr. 1146/2014 wurden für Anthrachinon spe­zifische Rückstandshöchstgehalte für Lebensmittel festgelegt. Unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung wurden die spezifischen Standardwerte entsprechend der Be­stimmungsgrenze angepasst. Je nach Matrix weichen diese Rückstandshöchstgehalte teilweise von den üblichen 0,01 mg/kg ab und sind für Anthrachinon in Anhang V der Ver­ordnung (EG) 396/2005 aufgeführt.

Bereits im Juni 2013 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Anthrachinon als Rohstoff zur Herstellung für Papier mit Lebensmittelkontakt aus der BfR - Empfehlung XXXVI gestrichen. Anthrachinon wurde bis dahin bei der Papier- und Kartonherstellung als Rohstoffadditiv und Beschleuniger für die Trennung von Lignin und Cellulosefasern einge­setzt. Auf Basis des EFSA-Gutachtens darf Anthrachinon nicht mehr für Lebensmittel­kontaktmaterialien aus Papier und Karton verwendet werden. Eine entsprechende Einstufung von Anthrachinon in Verpackungsmaterialien steht derzeit immer noch aus.

Als kompetenter Analysepartner bieten wir Ihnen die Analytik von Anthrachinon im Le­bensmittel, in Kartonagen als auch die spezifische Migrationsprüfung an. Mit unserer empfindlichen GC-MS-MS Methodik erreichen wir eine Bestimmungsgrenze von 0,01 mg/kg im Lebensmittel, auch in schwierigen Matrices wie Tee oder Gewürzen.

Links
Entscheidung 2008/986/EG
EFSA Gutachten
BfR Stellungnahme

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