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Schwermetalle in Lebensmitteln
Neue Höchstwerte für Blei gelten ab 1. Januar 2016
18.11.2015 | Die Höchstmengen für Blei in Lebensmitteln werden mit der Verordnung (EU) Nr. 2015/1005 angepasst. Um die ernährungsbedingte Exposition weiter zu reduzieren, wurden speziell für Kleinkinder und Kinder Höchstmengen für weitere Produktkategorien eingeführt und bestehende abgesenkt.
Die Höchstgehalte für Fruchtgemüse, Kohlgemüse und Früchte wurden abgesenkt. Der hohe Grenzwert von 0,3 mg/kg gilt nur noch für Blattkohle und Blattgemüse.
Die Höchstgehalte für Schwarzwurzel wurden aufgrund geringerer Verzehrsmengen an­gehoben.
Darüber hinaus wurde für Honig ein Höchstgehalt von 0,1 mg/kg eingeführt.

Tabelle: Übersicht geänderte Bleihöchstmengen gemäß VO (EU) Nr. 2015/1005

Kategorie  
 
Produkte, Produktgruppe
 
Höchstgehalt
Blei mg/kg
3.1.2 Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung  
  vermarktet als Pulver 0,050
  vermarktet als Flüssigkeit 0,010
3.1.3 Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder 0,050
3.1.4 Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, die speziell für Säuglinge und Kleinkinder bestimmt sind  
  vermarktet als Pulver 0,050
  vermarktet als Flüssigkeit 0,010
3.1.5 Getränke für Säuglinge und Kleinkinder  
  vermarktet als Flüssigkeit oder Rückgewinnung nach den Anweisungen des Herstellers, einschließlich Fruchtsäfte 0,030
  Zubereitung durch Aufgießen oder Abkochen 1,50
3.1.13 Gemüse außer Blattkohle, Schwarzwurzeln, Blattgemüse & frische Kräuter, Pilze, Algen und Frucht­gemüse 0,10
3.1.14 Blattkohle, Schwarzwurzeln, Blattgemüse außer frische Kräuter und die folgenden Pilze Agaricus bisporus (common mushroom), Pleurotus ostreatus (oyster mushromm), Lentinula edodes (Shiitake mushroom) 0,30
3.1.15 Fruchtgemüse  
  Zuckermais 0,10
  Andere als Zuckermais 0,05
3.1.16 Früchte, außer Preisel-, Johannis-, Holunderbeeren und Erdbeerbaumfrüchte 0,10
3.1.17 Preisel-, Johannis-, Holunderbeeren und Erdbeerbaumfrüchte 0,20
3.1.23 Honig 0,10

Die Aufnahme von Blei kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. In der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 werden die Höchstmengen für Kontaminanten wie Blei daher so niedrig festgesetzt, wie es bei Anwendung der guten Herstellungs- bzw. Land­wirtschaftspraxis möglich ist (ALARA-Prinzip: As Low As Reasonably Achievable).

Verordnung (EU) 2015/1005 Höchstgehalte für Blei

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