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Phosphin in Bio-Lebensmitteln
04.06.2014 | Phosphin oder Phosphorwasserstoff (PH3) wird als Begasungsmittel zur Abtötung von Vorratsschädlingen in Lagerräumen oder Containern eingesetzt. Was bei konventionell erzeugter Ware legitim ist, wird für ökologisch erzeugte Produkte zum Problem.

Rechtlicher Hintergrund
In Deutschland sind Phosphin bzw. Phosphide für die Behandlung von vorratslagerndem Getreide, vielen trockenen Lebensmitteln wie Kaffee, Kakao, Gewürzen, Trockenobst, ölsaaten und als Wühlmausköder(Zinkphosphid) zugelassen.
Für den ökologischen Landbau ist die Anwendung von Phosphin nicht erlaubt. Gemäß EU-ökoverordnung (EG) Nr. 834/2007 dürfen daher in Bio-Lebensmittel keine Rückstände nachweisbar sein. Als Anhaltspunkt für die Nichtanwendung wird in Deutschland der Orientierungswert von 10 µg/kg des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. herangezogen. In der Schweiz werden laut Bio Suisse ökologisch erzeugte Getreide mit einem PH3-Gehalt über 1 µg/kg vom Kantonschemiker beanstandet.

Analytik
Der Nachweis von Phosphin erfolgt bei GALAB über eine robuste Headspace-GC-Methode mit massenspektrometrischer Detektion. Mit diesem empfindlichen Verfahren erreichen wir eine Bestimmungsgrenze von 0,3 µg/kg Phosphin in Lebensmitteln.

Weitere Informationen
"Bio Suisse"
"BVL - Zulassung Phosphin"
"CVUA Phosphinbefunde 2012"

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