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Phosphonsäure in Bio-Produkten
14.03.2014 | Nachdem ökotest im Heft 10/2013 Bio-Weintrauben positiv getestet und abgewertet hatte, steht das Thema Phosphonsäure vermehrt im Fokus. Behörden haben ihre Kontrolluntersuchungen auf Phosphonsäure verstärkt. Betroffen sind inzwischen neben frischem Obst und Gemüse auch Nüsse.

Phosphonsäure kann als Abbauprodukt von Fosetyl-Aluminium-haltigen Pestiziden entstehen, ist aber auch Bestandteil von im Bioanbau erlaubten Phosphordüngern (z.B. aus Algenextrakten). Ferner wird Kaliumphosphonat im ökobereich als Pflanzenstärkungs­mittel (z.B. Frutogard®) zur Vorbeugung gegen Falschen Mehltau eingesetzt. Der BNN geht von einem ubiquitären Vorkommen aus durch den Eintrag von Phosphonaten (Salze der Phosphonsäure) aus Waschmitteln, Kühlwassersystemen, Papier- und Textilindustrie.

Um einen natürlichen Eintrag von Phosphonsäure im Bioprodukt von einer Anwendung eines Fosetyl-Al-haltigen Pestizids zu unterscheiden ist ein gleichzeitiger Nachweis von Fosetyl-Al und Phosphonsäure notwendig. Behörden und BNN akzeptieren Befunde von Phosphonsäure in Bioprodukten, Befunde von Fosetyl sind jedoch nicht erlaubt. Der BNN empfiehlt ab Gehalten von 0,1 mg/kg Phosphonsäure eine Ursachenrecherche. Der LEH lehnt Produkte mit positiven Gehalten von Phosphonsäure ab. Der Deutsche Frucht­handelsverband empfiehlt sämtliche Bioprodukte auf Phosphonsäure und Fosetyl-Al zu untersuchen.

Bei GALAB erfolgt der Nachweis von Phosphonsäure und Fosetyl als Einzelmethode, da die Substanzen nicht mit der Multimethode Pestizide 500Plus® zu erfassen sind. Befunde werden noch über einen längeren Zeitraum erwartet.

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